1950-1959

Man schreibt das Jahr 1958 und befindet sich im 9. Mitgliedsjahr. Da sich der Siedlungsverband in seiner doch recht turbulenten Aufbauphase unter anderem auch in finanziellen Schwierigkeiten befindet und vom Bayerischen Siedlerbund nicht die erdachte Unterstützung erfährt, wird zum 31.12.1958 die Mitgliedschaft gekündigt und eine neue Mitgliedschaft ab 1.1.1959 beim „Bayer. Siedler- und Eigenheimverbund, München“ beantragt und wahrgenommen.

Am 18.7.1959 findet im Gasthaus „Hammerschmiede“ die „10-Jahres-Feier“ statt. Musik, Komik, Kaffee und Kuchen bilden das Programm der Feier, welche nach der nunmehr etwas entspannten Bauphase und bei guter Kameradschaft erst nach Mitternacht endet.

Mittlerweile wird das gesellige Leben im Verein recht hoch geschrieben. Aus diesem Grund findet auch am 12.12.1959 die 1. Weihnachtsfeier des Vereins statt. Weitere Feiern und Feste sollen folgen.

Um den nachfolgenden Generationen auch einmal die finanzielle Größenordnung darzustellen wird hier vermerkt, dass ab 1.Juli 1960 der Monatsbeitrag von bisher 1,- DM auf 1,20 DM erhöht wird, gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 29.4.1960.

Die Leihgebühr für die Baumspritze beträgt -,50 DM und für den Betonmischer 1,- DM pro Tag.

Auch das Umfeld der Siedlerhäuser wird nun in Angriff genommen. 1960 wird mit viel Fleiß und in Eigenleistung ein Kinderspielplatz durch die Siedler mit Schaukel, Rodelberg und Sandkasten erstellt. Auch die Stadt Augsburg beteiligt sich daran und stellt Bäume und Sträucher kostenlos zur Verfügung.

Nachdem sich die Siedler der Hammerschmiede-West mit ihren Eigenheimen eine neue und schöne Heimat geschaffen haben, wollen sie an dieser Freude auch andere Mitmenschen teilhaben lassen. Aus diesem Grunde wird beschlossen, Bewohner eines Altersheimes für einen Sonntagnachmittag in die Siedlung einzuladen und diese bei Kaffee und Kuchen und möglichst gutem Wetter in ihren Gärten zu bewirten. 1961 wird dieser Plan auch in die Tat umgesetzt und Bewohner des Servatiusstiftes in Augsburg werden mit Autos dort abgeholt und am Abend wieder zurück gebracht. Fast alle Siedler nahmen 2 oder mehrere ältere Menschen zu sich auf und boten gemeinsam einen netten und fröhlichen Nachmittag.